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Das Vermessungspraktikum in der 10. Jahrgangsstufe

Im Rahmen des Mathematikunterrichts wird in der 10. Klasse unter anderem die
Trigonometrie, mit den dazu gehörenden geometrischen Grundanforderungen
durchgenommen. Neben der Wiederholung der Thematik „ähnliche Dreiecke“ und
des Strahlensatzes, muss sich auch mit dem Sinussatz, dem Cosinus und dem Tangensauseinandergesetzt werden.

Die Zielsetzungen des Vermessungspraktikums, welches an unserer Schule
jährlich mit beiden 10. Klassen gemeinsam über 7 Tage durchgeführt wird, sind:

  • Die Erkenntnis für die Schüler herbeizuführen, dass Mathematik einen direkten
    Bezug zur Welt hat und über sie die Welt veranschaulicht werden kann.

  • Schülerinnen und Schüler, denen es schwer fällt im Fach Mathematik
    komplizierte Zusammenhänge zu verstehen, können durch die praktische
    Anwendung vor Ort und die damit verbundene nachvollziehbare Fehler-
    mittelung einen neuen und positiven Zugang zur Mathematik bekommen.

  • Denjenigen, denen das Fach keine Mühen abverlangt, da sie das Verständnis
    für theoretische Zusammenhänge mitbringen, schulen beim Vermessen eines
    festgelegten Bereiches nicht nur ihre Denkkräfte durch die Vermessungs-
    tätigkeit, sondern werden durch die Arbeit in der Gruppe auch zu selbst-
    ständigem Handeln angeregt.

Die Aufgabenstellungen des Vermessungspraktikums sind, über die verschiedenen
Methoden, wie z. B. Längenmessung, Triangulation, Vermessen mit dem Theodoliten
und Detailvermessungen, zu Winkelbeziehungen, Längenverhältnissen und exakt
vermessenen Detailkarten unter den verschiedenen Vermessungspunkten zu
kommen. Diese sind dann auf einen maßstäblichen Plan zu übertragen. Wenn alle
für eine Karte im M 1:1000 erforderlichen Angaben erarbeitet wurden, was in der
Regel gut die Hälfte der zur Verfügung stehenden Zeit kostet, und die Überprüfung
die Richtigkeit dieser Gemeinschaftsarbeit ergeben hat, stellt jeder Schüler aus den
vielen Detailkarten seine eigene Karte her.

Da die meisten Messungen in Gruppenarbeit erfolgen müssen, wird neben dem
mathematischen Schwerpunkt auch eine soziale Komponente gesetzt, denn man
muss sich über die Verteilung der Arbeit einigen. Die Faktoren Zeit und Raum spielen
weitere wesentliche Rollen, da viele Messungen in einem direkten Zusammenhang
zueinander stehen und in einer nicht veränderbaren Reihenfolge abgearbeitet
werden müssen. Die notwendige Genauigkeit bei den Messungen, darf bei den
danach zu erarbeitenden Zeichnungen nicht nachlassen. Das Vorstellungs- und
Abstraktionsvermögen, einen realen Ort mit seinen Geländegegebenheiten auf
eine zweidimensionale Zeichnung zu reduzieren, jedes Einzelnen wird geschult
und erweitert.

Im Juli 2004 waren die 10.Klassen mit den beiden Mathelehrern und ihren Klassen-
betreuern in der Jugendherberge in Possenhofen am Starnberger- See. Die Bilder
geben darüber einen kleinen Eindruck.

Das Vermessungspraktikum dieses Schuljahres wird Ende Juni in Tschechien stattfinden.

E. Horneber


 
 
 
Bilder:
Vermessungspraktikum der 10.Klasse
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